Music nonstop – nicht anders kann man das charakterisieren, was uns 24/7 via MySpace, last.fm oder Pandora beschallt. Verlieren wir vielleicht den Fokus aus dem Auge? Hören wir nur noch Geräusche und keine Musik mehr? Hören wir wahllos alles, was uns Playlisten vorgeben oder gibt es das noch, dass wiruns bewusst eine CD aus dem Regal nehmen, um sie am Stück durchzuhören?
Anika interviewte zu diesem Thema Toni Mahoni und Jens Quandt auf unserer Bühne in der YOUNG IFA Lounge. Toni ist Musiker. Vielleicht kennt ihr seine Videobeiträge von Spreeblick oder seinem eigenen Video-Blog, in dem er seine schnoddrig-schönen Lieder mit Berliner Schnau… äh Mundart vorträgt. Jens Quandt hat 12 Jahre bei Radio Fritz als Musik-Redakteur und Moderator gearbeitet. Heute ist er als Musik-Journalist tätig und auch als “Music Supervisor” beim Film – was der macht? “Der sorgt dafür, dass die Musik auch in den Film kommt”, erklärt er. Während Jens schon immer Radio machen wollte, weil er dort Bilder nicht liefert, sondern erzeugt, scheint er nun die Wirkung von Bildern verstärken zu wollen.
Und warum macht Toni eigentlich das, was er macht? Musik aufnehmen und die Videos davon (und von anderem Zeug) auf Youtube hochladen? “Ick wurde jezwungen, die Dinger ins Internet zu stellen von sojenannten Freunden.” Soso. Wenn das mal keine Warnung ist.
Jetzt trägt er also zu dem Überangebot von Musik bei, das seiner Aussage nach dazu geführt hat, dass er Musik nur noch auf Empfehlung von Freunden hört. Er selbst hat weder Lust noch Nerven, aus all der verfügbaren Musik Interessantes herauszusuchen. Die Rolle des Empfehlenden, des “musikalischen Trüffelschweins” wie Jens es nennt, könnte zukünftig dem Radiomoderator zufallen, meint der Radio-Experte. Gute Radioprogramme machten das ja schon heute.
Sind denn in Anbetracht von Streams, immerzu verfügbaren mp3s und Radioprogrammen CDs überhaupt noch nötig?
(weiterlesen…)