Überraschung am Morgen: Olli Kahn ist zu Gast in der Halle 6.2. Der ehemalige beste Torhüter der Welt besucht die IFA stellt sich den Fragen seiner neuen Kollegen Kathrin Müller-Hohenstein und Rudi Cerne. Neue Kollegen sind die beiden nicht deshalb, weil die Moderatorin und der Moderator sich nun Handschuhe, Stutzen und Teppen anziehen, um gegens Leder zu kicken, sondern weil Kahn als neuer ZDF-Fußball-Experte die Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft kommentieren wird.
Dass der Europameister, mehrmalige Deutsche Meister und DFB-Pokalsieger, Champions League- und UEFA-Cup-Gewinner (gibt es noch mehr Trophäen?!) sowie WM-Dritter 2006 zu Besuch sein würde, hat sich zumindest schnell verbreitet. Als ich pünktlich um 16.30 Uhr aufschlage, ist die Halle knüppelvoll und ich muss mich erst mal zu einem akzeptablen Platz durchdrängeln, welcher sich vor einer schwitzig warmen LED-Wand befindet (wenigstens sind die Fotos was geworden…).
Tatsächlich hat sich der Fußball-Ruheständler einige Zeit genommen, es entwickelt sich ein unterhaltsames Gespräch über die wichtigste Sache der Welt, die Frage um die Nummer 1, ob Özil die Weltklasse besitzt, die ihm angedichtet wird oder auch ob beim nächsten Länderspiel gegen Aserbaidschan wieder nur mit einer klassischen Spitze gespielt wird. Elementares eben, mit heiligem Ernst dargelegt. Wunderbar für Fußball-Fans.
Auf der Bühne sitzt nicht weniger als der beste Torhüter seiner Generation – das müssen Fans aller Fußballmannschaften neidlos anerkennen – und das Idol mindestens einer Nachfolgegeneration. Väter tragen ihre Söhne auf den Schultern. Großeltern machen Fotos für die Enkelkinder daheim, Hostessen aus allen Hallen knipsen ganz aufgeregt Bild um Bild. Es ist wirklich gut gefüllt, eng und sehr warm.
Daran ändert sich erst recht nichts, als es zur Autogrammstunde geht.
Bereits seit heute Morgen harren die Mark Medlock Fans tapfer in vorderster Bühnenreihe aus. Und wie es sich für richtige Fans gehört, tragen sie vorbildlich hellblaue T-Shirts, mit ihrem singendem Idol vorne drauf. Doch auch um 14.30 Uhr, der Zeitpunkt, wo ich den Ort des Geschehens im Sommergarten der IFA betrete, muss sich die Fangemeinde noch gedulden. Zunächst einmal gibt uns der blonde, weiße Engel aus dem Schwarzwald namens Oliver Thomas seine Schlagersongs zum Besten. Ich übe mich in Geduld und Aushalten, schließlich trifft das Ganze nicht unbedingt meinen Musikgeschmack. Aber versprochen ist versprochen!
Dann ist es endlich soweit: (weiterlesen…)
Talkgäste auf unserer Expertencouch waren heute Nachmittag Jens Werner vom MellowPark Berlin und BMX-Profi Timo Pritzel, die sich zum Thema Stadtentwicklung in der Zukunft unterhielten.
Dabei wurde eines schnell klar: “Bei der Stadtentwicklung geht es nicht nur ums Bauen”, wie Jens zunächst aufklärte. Vielmehr ginge es darum, Potenziale zu erkennen und zu nutzen. Dabei sei “Bürgerbeteiligung unerlässlich”, erklärte Jens, der im MellowPark an der Friedrichshagener Straße für den Bereich Marketing zuständig ist und weiter: “Leute, die den Kiez mutzen, sollen auch mit eingebunden werden.” Auf den MellowPark bezogen bedeutet dies zum Beispiel, das die jungen BMX-ler und Skateboarder selbst mit anpacken und eine Rampe errichten.
Des Weiteren erzählte uns Timo von seinen Anfängen als BMX-ler zu Beginn der 80iger Jahre, als man noch “zwei Steine und ein Brett nahm und darüber sprang”. Ging auch. Dennoch sei es für ihn beeindruckend zu sehen, wie sich der MellowPark im Laufe seines langjährigen Bestehens immer weiterentwickelt hat. Trotzdem sei die BMX Landschaft in den USA viel anerkannter als hierzulande, was alleine schon daran festzumachen ist, dass es dort “Skateparks gibt, wie bei uns Fußballplätze”, vergleicht der Profi.
Für die Zukunft der Stadtentwicklung in Deutschland warnt Jens davor, “über die Köpfe der Leute hinweg zu entscheiden”. Nur durch ein Miteinander könne man auf Verständnis stoßen und jedem Kiez in Berlin sowie anderen Städten Deutschlands zu einer postiven Entwicklung verhelfen.
Interessante Menschen gibt es auf der ganzen IFA zu sehen und zu treffen, aber besonders besonders waren zwei Personen, die mir in der ARD-Halle über den Weg gelaufen sind. Da wäre zum einen Steffi aus Kiel, die die IFA jeden Tag besucht. Bemerkenswert ist aber, dass sie jeden Abend nach Kiel zurückkehrt, um morgens wieder nach Berlin zu fahren. Weil ihr das Übernachten in Berlin zu teuer ist. Vielleicht hat sie ja Freifahrten…
Ein Mann, dessen Namen ich vergessen habe, der ebenfalls dort unterwegs war, gab an, er hätte in seinem Leben schon 36.000 Autogrammkarten gesammelt! Kein Wunder, dass er schon wieder auf der Pirsch war.
Woohohohohoooo.
Ich denke mal so ziemlich jeder kennt den Song und auch eine Menge Leute kennen das mittlerweile dazugehörige Berliner Eishockeyteam – Die Eisbären.
Heute hatten wir die Ehre die Spieler Daniel Weiß und den Neueinkauf aus Amerika Chris Hahn vom derzeitigen deutschen Meister bei uns zur Autogrammstunde und kleiner Fragerunde begrüßen zu dürfen. Nachdem die BMX Show vorbei war kamen viele, vor allem junge, Zuschauer am Autogrammstand vorbei und ließen sich ein Teamposter des Eishockeyteams von den beiden Spielern signieren.
In der Fragerunde erfuhren wir kurz das durchaus auch die Profis Zeit und Lust haben mal am Abend auf ihrer Konsole zu zocken und was läge bei ihnen näher als das Eishockeyspiel NHL?!
Music nonstop – nicht anders kann man das charakterisieren, was uns 24/7 via MySpace, last.fm oder Pandora beschallt. Verlieren wir vielleicht den Fokus aus dem Auge? Hören wir nur noch Geräusche und keine Musik mehr? Hören wir wahllos alles, was uns Playlisten vorgeben oder gibt es das noch, dass wiruns bewusst eine CD aus dem Regal nehmen, um sie am Stück durchzuhören?
Anika interviewte zu diesem Thema Toni Mahoni und Jens Quandt auf unserer Bühne in der YOUNG IFA Lounge. Toni ist Musiker. Vielleicht kennt ihr seine Videobeiträge von Spreeblick oder seinem eigenen Video-Blog, in dem er seine schnoddrig-schönen Lieder mit Berliner Schnau… äh Mundart vorträgt. Jens Quandt hat 12 Jahre bei Radio Fritz als Musik-Redakteur und Moderator gearbeitet. Heute ist er als Musik-Journalist tätig und auch als “Music Supervisor” beim Film – was der macht? “Der sorgt dafür, dass die Musik auch in den Film kommt”, erklärt er. Während Jens schon immer Radio machen wollte, weil er dort Bilder nicht liefert, sondern erzeugt, scheint er nun die Wirkung von Bildern verstärken zu wollen.
Und warum macht Toni eigentlich das, was er macht? Musik aufnehmen und die Videos davon (und von anderem Zeug) auf Youtube hochladen? “Ick wurde jezwungen, die Dinger ins Internet zu stellen von sojenannten Freunden.” Soso. Wenn das mal keine Warnung ist.
Jetzt trägt er also zu dem Überangebot von Musik bei, das seiner Aussage nach dazu geführt hat, dass er Musik nur noch auf Empfehlung von Freunden hört. Er selbst hat weder Lust noch Nerven, aus all der verfügbaren Musik Interessantes herauszusuchen. Die Rolle des Empfehlenden, des “musikalischen Trüffelschweins” wie Jens es nennt, könnte zukünftig dem Radiomoderator zufallen, meint der Radio-Experte. Gute Radioprogramme machten das ja schon heute.
Sind denn in Anbetracht von Streams, immerzu verfügbaren mp3s und Radioprogrammen CDs überhaupt noch nötig?
Das war nur natürlich nicht ganz ernst gemeint. Lady Gaga war auch “in echt” da. Nachdem sie am Morgen eine Pressekonferenz gegeben hatte (bei der übrigens dem rbb zufolge VIVA-Moderatorin Collien Fernandez rausgeschmissen wurde, weil dem Pop-Sternchen ihre Frage missfiel), um irgendwelche Kopfhörer zu präsentieren, sollte sie um 11.30 Uhr in Halle 18 auch dem Publikum zeigen, warum es sich lohnen würde, die edlen Ohrstöpsel zu erwerben.
Zeitweise haben sich geschätzte 400 – 500 Leute vor der Bühne am Eingang der Halle getummelt. Nur gerecht, dass es weit weniger waren, als die Dame sich dann endlich genehmte, aufzutauchen. Sie hatte nur 70 Minuten Verspätung. In einer Welt, in der 70 Minuten Verspätung einem nicht einmal eine Entschuldigung abverlangen, möchte ich wahrlich nicht leben.
Wir, Johannes und ich, hatten uns in der Zwischenzeit in den VIP-Bereich gedrängelt, um noch ein paar brauchbare Fotos machen zu können. Prakischerweise war in diesem Bereich, oberhalb des Halleneingangs, der Sound am schlechtesten, sodass wir, selbst wenn wir wollten, euch schlicht nicht sagen können, wofür Tante Gaga an diesem Montag geworben hat. Wer seine Fans allerdings 70 Minuten warten lässt, nach 8 Minuten wieder die Segel streicht und sich nicht mal zu einem “Sorry” erbarmt, hat es eigentlich auch nicht verdient, dass man die Produkte namentlich erwähnt.
Der gute Martin Schröter hat bei jugendnetz-berlin.de Tickets für die IFA gewonnen. Im Gegenzug war er so gut, uns seine Bilder zeigen. Sind schöne dabei. BMXen, Samsung, LG und Tim Mälzer beim Autogramme geben.
Nachmittags gab es die Gelegenheit, Autogramme von den BMX-ern zu holen. Sprosse, der Graf und Kevin waren die drei, die für euch alles signierten, was ihr wolltet…
Das Sandmännchen, Bernd das Brot, Rudi Rabe – alles langweilig, gab’s ja letztes Jahr schon. Aber als ich las, das Shaun das Schaf dieses Jahr auch bei der ARD ist, war ich baff. Es gibt also tatsächlich etwas auf dieser Messe, was neu ist, total innovativ und überhaupt keine Wiederholung von vorher dagewesenem. Ich meine: SHAUN! Das tollste Schaf, das je im Fernsehen war.
Also habe ich keine Sekunde gezögert und die lange Reise zu Halle 2 angetreten. Und da war er: groß, weiß und kuschelig. Und wie wir Shaun kennen und lieben, hat er natürlich auch mit den IFA-Gästen rumgealbert. Gleichzeitig bewies er ein großes Herz für seine Fans und ließ sich geduldig und ausnahmsweise ganz brav mit ihnen ablichten. Shaun, du bist mein Held. Grüß Bitzer und die doofen Schweine
Während ich noch fasziniert vor dem riesigen Bild von Sylar aka Mr. Spock aka Zachary Quinto stehe, ist Robert schon wieder zehn Meter weiter. Aber schnell wird auch klar, wieso: er turtelt bereits mit Seven of Nine…
Mars ist ein Musiker und Schauspieler und hat uns heute auf der Young IFA einen Besuch abgestattet. Das Kamerateam von ALEX filmte ein kurzes Interview mit ihm. Dann performte er ein Lied von seinem neuen Album. Nach dem Auftritt hatten Fans die Möglichkeit, sich ein Autogramm mit persönlicher Widmung zu holen. Na ja, und ich konnte mir mal wieder nicht die Gelegenheit entegehen lassen, ein Star-Foto mit ihm machen zu lassen…
Auf der IFA passieren viele seltsame Dinge, soweit alles klar. Manche Sachen sind allerdings so absurd, dass sie mich tatsächlich noch überraschen. Da schlendert man durch einen eher unpopulären Bereich hinter einer Messehalle, noch dazu Einfahrtschneise für Lieferfahrzeuge und Shuttle-Services, und findet dort versammelt auf einer Treppe eine Gruppe Menschen, die plötzlich anfangen, Kein Schöner Land zu singen.
Dahinter steckt die “Rettet das Volkslied”-Aktion des inzwischen 81-jährigen Sängers Gotthilf Fischer. Eine kurze Recherche ergab, dass es sich hierbei wohl um einen Flashmob handelt, der auf seniorengerechte Technik aufmerksam machen soll. Da denkt man sich, cool, 80-jährige, die Flashmobs planen – wenn das nicht am Puls der Zeit ist. Aber etwas ernüchtert musste ich feststellen, dass die Flashmob Aktion bereits gestern war. Und heute nochmal? Ich weiß ja nicht, wie streng so Flashmob-Dogmatiker sind, aber ich würde es vielleicht eher doppelte Vereinbarung zum gemeinsamem Singen nennen. Aber wer will dann schon noch drüber berichten, jaja.
Also egal ob Flashmob, Konzert, Spontanchor oder was auch immer, genießt mit mir einen Ausschnitt aus dem zweiten Song heute auf der Treppe: Amazing Grace (ist ja jetzt auch eher kein deutsches Volkslied, aber sind wir erneut nicht so kritisch…)
Ich komme einfach zu garrr nichts. Dauernd diese Gäste am Stand.
Nein, Quatsch – dafür sind wir doch da.
Mit einer Verspätung von gerade mal 2 Tagen sind jetzt auch Bilder vom Talk zu Du bist Geschichte online. Yessica Yeti, Stumpen und Pyranja waren zu Gast auf der Bühne in der YOUNG IFA Lounge und beantworteten Anikas Fragen. Nora hat über den Future Talk berichtet.
Jan Hendrik Stahlberg ist Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur. Kürzlich hat er den Film “Short Cut to Hollywood” produziert.
Was macht er am liebsten von seinen vielen Tätigkeiten für den Film? Da ist er nicht festgelegt. Wenn er ein Drehbuch schreibt, schreibt er am liebsten. Dreht er einen Film, ist er am liebsten Schauspieler. Und wenn er bei einem Film Regie führt, ist er am liebsten Regisseur. Logisch.
Sein Tipp an die Jugend: Wenn jemand Schauspieler bzw. Schauspielerin werden möchte, ist eine Schauspielschule schon wichtig. Wenn jemand einfach nur ins Fernsehen möchte, könne auch ein Casting ausreichen. Man muss für sich wissen, ob man es wirklich will – dann ist eine Schauspielschule vom Vorteil und die Berufschancen seien letzt endlich auch am größten.
Nach dem Interview gab es Freikarten für den Kinofilm “Short Cut to Hollywood” (Kinostart am 24.09.4009) zu gewinnen. Hierfür waren Fragen zur Filmmusik zu beantworten. Die Gewinner sind in der Galerie zu sehen.
Gestern fand auf der YoungIFA eine Künstler-Wettbewerb statt. Sechs verschiedene Acts waren extra auf eigene Kosten angereist, um ihre Performance zu einem Technikthema zu präsentieren. Jeweils acht Minuten hatten die Einzelkünstler und Gruppen dafür jeweils Zeit. Das Thema war frei gewählt. Bewertet wurden die Teilnehmer von einer 7-köpfigen Fachjury, die von einer Freiwilligen aus dem Publikum verstärkt wurden. Moderator war Stephan Ehlers.